Schulhistorie

Auf Anregung einer ehemaligen Schülerin des Archigymnasiums soll hier nun die Geschichte des Archigymnasiums zu finden sein. Für Korrekturen und Ergänzungen sind wir dankbar; diese bitte an info@archi-foerderverein.de. Vielen Dank.

Archigymnasium, Front

1532
Die neue evangelische Kirchenordnung in Soest fordert eine neue Lateinschule neben der alten Kapitelschule am Patroklistift. [1]
1534
Städtische Kämmereirechnungen belegen Ausgaben für ein nygen schoylmester. [1]
1544
Philipp Melanchthon empfiehlt dem Rat der Stadt als Rektor Lubertus Florinus, der noch in diesem Jahr seinen catakogus lectionum an die Nachbarstädte verschickt. [1]
1560
Die Lateinschule wird nach der beendeten Rekatholisierung von 1548 neu gegründet. [1]
1570
Das Renaissance-Schulgebäude, geziert nach außen mit hebräischen, griechischen und lateinischen Inschriften, wird unter dem Architekten Laurenz von Brachum auf dem Vreithof errichtet. [1]
1618
Die Didascalia Susatensis erscheint als Lehrplan und Schulordnung im Druck. [1]
1620
Nach Athenäum und Gymnasium celeberrimum wird jetzt die neue Schule Archigymnasium (altes Gymnasium) genannt, und zwar in Konkurrenz zu den kurzfristig eingerichteten Pfarr- und Winkelschulen und im Blick auf die Lateinschulen der Nachbarstädte. [1]
1681
Nachweislich besuchen 100 Schüler, 56 einheimische und 44 auswärtige, in vier Klassen das Archigymnasium. Die jährlich erscheinenden Disputationes und die Gelehrsamkeit der Schullehrer machen die Schule überregional bekannt. [1]
1780–1800
Unter den Rektoren Lehmus, Nöbling und Meineke beginnt die aufklärerische Reformdiskussion und der Wandel von der evangelischen Gelehrtenschule zum neuhumanistischen Gymnasium. [1]
1788
Das Archigymnasium wird an der ersten Abiturprüfung in Preußen beteiligt. [1]
1821
Das inzwischen baufällige Renaissance-Schulgebäude wird abgerissen und ein Schulneubau an der Ostseite des Rathauses errichtet. [1]
1825
Das neugegründete Provinzialschulkollegium in Münster beaufsichtigt Unterricht und Verwaltung des Archigymnasiums. [1]
1900
Der preußische Staat übernimmt die Schulträgerschaft des altsprachlichen Archigymnasiums. [1]
1928
Die Schule zieht in das 1881 errichtete und seit 1927 leer stehende Seminargebäude an der Niederbergheimerstraße um. [1]
1974
Die Stadt Soest übernimmt die Trägerschaft des nunmehr Städtischen Archigymnasiums. Archiv und Bibliothek bewahrt das Stadtarchiv Soest. [1]
1976
Mit Einführung der Differenzierten Oberstufe endet das Altsprachliche Gymnasium. [1]

Quellen

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Archigymnasium_Soest

Literatur

Archigymnasium Soest 1534–1984. Festschrift (Soester Beiträge 43), Soest 1984 (S. 40–44, Quellen- und Literaturverzeichnis).

Ulrich Löer: Das Archigymnasium. Von der schola Susatensis zum preußischen Gymnasium. In: Willfried Ehbrecht, Gerhard Köhn (Hrsg.): Soest, Geschichte der Stadt. Bd. 3, Soest 1995.

Roland Götz: Das Archigymnasium im 19. Jahrhundert (Arbeitstitel). In: Horst Conrad (Hrsg.): Soest, Geschichte der Stadt. Bd. 4.